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Von sauberen Prozessen und sauberen Daten

In der Gestaltung wirtschaftlicher und durchgängiger logistischer Abläufe liegt eine der größten Herausforderungen - aktuell wie künftig. x|periences beleuchtet, welche Rolle dabei die Technik spielt und warum an konsequenter Datenpflege kein Weg vorbei führt.

Logistik ist Tagesgeschäft. Entscheidungen werden nicht in den Chefetagen getroffen und später in Lager und Umschlag umgesetzt, sondern müssen zeitgerecht eben dort fallen. An oberster Stelle steht deshalb, logistische Systeme so zu gestalten, dass generell wenig Spielraum für unwirtschaftliches Handeln oder Fehler bleibt. Denn sind beispielsweise Waren aufgrund unzureichender Kennzeichnung über einen längeren Zeitraum nicht auffindbar, so hat dies auf Dauer gravierende Auswirkungen auf die Produktivität.
Die Gefahr schleichender Ineffizienz geht aber vor allem von logistischen Prozessen aus, die nicht kontinuierlich auf das modifizierte Artikelsortiment hin adaptiert werden. So stellen für einen Betrieb, dessen Regale auf große, sperrige Güter ausgelegt sind, kleine Produkte mit steigender Zahl über kurz oder lang ein Problem dar: Folgt auf die Veränderungen im Sortiment keine angemessene Veränderung in der Lagerhaltung, wird wertvolle Lagerfläche verschwendet.

Technik kein Selbstzweck
Unterstützung bei der Prozessoptimierung bietet die Technik: von Planungs- und Steuerungssoftware für die Supply Chain Execution hin zu umfassenden Automatisierungssystemen. Es sind zahlreiche sehr innovative Produkte am Markt erhältlich, allerdings muss bedacht werden, dass "Technik kein Selbstzweck" sein darf. Wird ein Automatisierungssystem nicht exakt auf das Geschäft abgestimmt, kann dies statt zu den erhofften Produktivitätssteigerungen ins Chaos führen. Solange die logistischen Prozesse nicht rund laufen, macht auch die Einführung von RFID, der berührungslosen Identifikation per Funk, wenig Sinn. Im Gegenteil: Es werden auf diese Weise viele Daten produziert, die entweder nicht verarbeitet werden können oder nicht relevant sind, so dass die Stärken der Technologie gar nicht zum Tragen kommen.
Vor der Implementierung neuer technischer Systeme gilt es deshalb, in einem ersten Schritt die Abläufe zu strukturieren und schließlich das Personal entsprechend zu schulen. Erst dann sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Produkte die Prozesse gezielt unterstützen können."

Datensammlung für Zukunftsentscheidungen
Die tägliche Beraterarbeit zeigt jedoch, dass vielerorts noch die Grundlage fehlt, um überhaupt fundierte Entscheidungen über die Einführung neuer Technologien und damit auch über die zukünftige Logistikstrategie fällen zu können. Um das Geschäft steuern und in einem weiteren Schritt optimieren zu können, sind verlässliche Angaben über Lagermengen, kommissionierte Artikel, Fehlerquoten, die täglichen LKW-Bewegungen oder Sendungsinformationen unerlässlich. Wie und welche Daten gepflegt werden müssen, ist branchenabhängig. Fest steht aber, dass die gesammelten Informationen jederzeit aktuell und vollständig zur Verfügung stehen müssen. Nur wenn der Datenstamm korrekt, nachvollziehbar und eindeutig ist, lassen sich auf dieser Basis auch die richtigen Zukunftsentscheidungen treffen.

zurück zu den x|periences vom 17.11.2009

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