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Blick in die Zukunft

Halbierte Lagerbestände, ein Drittel weniger interne Transporte – das neue Zentrallager wird die Logistik von Geberit maßgeblich beeinflussen. Auf die anstehenden Veränderungen bereitet sich der Sanitärtechniker mit Unterstützung von x|vise vor.

Seit nunmehr 135 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt die Geberit-Gruppe Systemlösungen und Produkte für Bad und Sanitär. Der europäische Marktführer ist in über 70 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit rund 5.400 Mitarbeiter. Sitz des Konzerns ist im schweizerischen Rapperswil-Jona.

Prognose von Waren- und Verkehrsströmen
Für 2010 ist die Inbetriebnahme eines Zentrallagers in Deutschland geplant. Und Geberit Österreich steht damit vor einer komplett neuen Situation: Schließlich werden derzeit viele Märkte direkt vom Standort Pottenbrunn aus beliefert. „In Zukunft wird stattdessen ein regelmäßiger Shuttle-Verkehr eingerichtet, mit dem sämtliche  Fertigprodukte direkt ins Zentrallager gebracht werden”, sagt Logistik-Consultant Martin Steiner von x|vise. „Auf Lager hält Geberit dann ausschließlich die für die Produktion benötigten Rohstoffe sowie Halbfertigfabrikate.” Die Bündelung der Warenströme wird nicht ohne Folgen bleiben – für den Lagerbestand ebenso wie für  innerbetriebliche Transporte. Frühzeitig hat sich der Konzern mit der Thematik auseinandergesetzt und schließlich x|vise beauftragt, die zukünftigen Waren- und Verkehrsströme zu quantifizieren.

Spannende Kalkulationen
Die Logistikberater begannen mit einer klassischen Ist-Analyse, nahmen dabei Prozesse und Daten genau unter die Lupe. Anschließend wurden Prognosen erstellt und detaillierte Zukunftsszenarien entwickelt. „Konkret haben wir ermittelt, dass sich durch das Zentrallager die Lagerbestände in Pottenbrunn halbieren und interne Transporte um mehr als 30 Prozent zurückgehen werden”, berichtet Steiner.
Als spannend bezeichnet er insbesondere die Kalkulation der physischen Transporte und der damit verbundenen Wegzeiten. „Uns standen dafür ausschließlich Daten auf Paletten- oder Lademittelbasis zur Verfügung. Wie viele Bewegungen verzeichnet wurden, war daraus jedoch nicht ersichtlich.” Folglich musste eine spezielle Logik entwickelt werden, um diese Daten zu filtern und die Anzahl der Transporte zu ermitteln. Diese Zahlen seien für Geberit in mehrerer Hinsicht von Nutzen, berichtet der Logistikberater. „Zum einen als Grundlage für die Prognose, wie sich die Transporte mit Start des Zentrallagers verändern werden, zum anderen für zukünftige Veränderungen, beispielsweise wenn Produktionslinien verlegt werden sollen.”

 Jumbo-Rampen gefragt
Aber auch an den Rampen muss sich im kommenden Jahr noch einiges tun. Denn zwischen Österreich und Deutschland werden keine herkömmlichen Lastwagen pendeln, sondern so genannte Jumbo-LKW. „Geberit verfügt jedoch bis dato über keine Rampen, die für diese Fahrzeuge geeignet sind”, so Martin Steiner. Deshalb habe man sich zusätzlich die Frage gestellt, wo diese Rampen strategisch am besten platziert und wie sie dimensioniert werden sollen. x|vise hat daraufhin vier Szenarien ausgearbeitet und im Zuge dessen Investitionskosten sowie interne Transportwege und -zeiten berechnet. Die Entscheidung, welche der Lösungen umgesetzt werden wird, fällt in den kommenden Monaten unternehmensintern bei Geberit.

Der Auftraggeber, für den eine Logistikberatung in diesem Umfang Neuland darstellte, zog nach Projektabschluss zufrieden Resümee: „x|vise hat die Aufgabenstellung zu 100 Prozent erfüllt.”

zurück zu den x|periences vom 19.02.2009

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