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H+H System: Für die Zukunft gebaut

Als der Unternehmenserfolg einen Anbau erforderlich machte, hatte H+H System schon einen Plan zur Hand. Doch vor dessen Umsetzung standen noch die Logistik und die Zukunftstauglichkeit der Lösung auf dem Prüfstand.

„Der Plan für unseren Zubau lag bereits fix-fertig auf dem Tisch”, erzählt Christian Ebner, Betriebsleiter von H+H System. „Aber wir hatten noch ein bisschen Bauchweh.” Denn es galt vorab noch ein paar Fragen zu klären: War das Lager richtig dimensioniert? Wurde die passende Lagertechnik ausgewählt? Ein Anruf von Alexander Kieslinger kam daher genau zur rechten Zeit. Der x|vise-Consultant bot einen Beratungstag an, um die betriebsinterne Logistik unter die Lupe zu nehmen – für Ebner die ideale Gelegenheit, Klarheit zu erhalten.

Alle an einem Tisch
H+H System mit Sitz in Strobl am Wolfgangsee produziert und vertreibt seit über 30 Jahren Ordnungssysteme für Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Pflegeheime. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen beständig gewachsen. Aus diesem Grund sollte nun durch einen Zubau mehr Platz geschaffen werden. Im Rahmen des eintägigen Logistik-Checks untersuchten zwei Berater von x|vise deshalb nicht nur die logistischen Abläufe im Haus, sondern auch das vorliegende Logistikplanungsprojekt auf Stärken und Schwachpunkte. „Sie verstanden genau, was uns diesbezüglich verunsicherte”, berichtet Christian Ebner. Seine Befürchtungen, dass bei der Umsetzung des bestehenden Plans keine weiteren Ausbaumöglichkeiten bestehen oder zu wenige Bodenstellplätze vorhanden sein würden, bestätigten die Logistiker denn auch – und lieferten gleichzeitig entsprechende Lösungsvorschläge. Denn der Zubau war zwar architektonisch durchdacht, auf die logistischen Bedürfnisse wurde nach Ansicht der Logistikberater allerdings zu wenig Rücksicht genommen.
„Wir standen mittendrin”, beschreibt der Betriebsleiter die heikle Situation. Einerseits erachteten die Logistiker gewisse bauliche Adaptierungen für notwendig, um zukunftsfähig zu sein. Andererseits fürchtete der Bauplaner Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, brachte schließlich den entscheidenden Durchbruch. Nach einem offenen, fachlichen Gespräch waren sämtliche Hindernisse ausgeräumt und H+H System entschied sich, mit x|vise weiterzuarbeiten.

Offen für Wachstum
Für das Unternehmen ging’s dann erstmal zurück an den Start. x|vise führte eine Bedarfsermittlung durch, bei der unter anderem die Anzahl von Palettenplätzen, Fachbodenplätzen und Rampen sowie die Kommissionierfläche festgelegt wurden. Diese Werte wurden anschließend entsprechend dem zu erwartenden Wachstum hochgerechnet und auf diese Weise auch der zukünftige Bedarf ermittelt. In einem zweiten Schritt wurde das passende Lagerlayout erarbeitet.
Die wohl wesentlichste Erkenntnis war, dass bei der vorgesehenen Einteilung des Gebäudes weiteres Wachstum nicht oder nur mit hohem finanziellen Aufwand möglich wäre. „Geplant war ursprünglich, die Produktion im hinteren, die Logistik im vorderen Teil des Gebäudes unterzubringen”, so Christian Ebner. Aufgrund lokaler Gegebenheiten wie beispielsweise Zufahrtsstraßen hätte H+H System dann aber nur noch nach vorne expandieren können. x|vise empfahl daher kurzerhand, den Belegungsplan um 90 Grad zu drehen, um flexibler zu sein. Da hätte alle Beteiligten „am meisten geschluckt”, sagt Ebner lachend, „aber die Lösung hat uns schnell überzeugt.” Denn so wurde uneingeschränktes Wachstum erst möglich: in der Produktion und der gesamten Logistikinfrastruktur vom Lager über die Kommissionierfläche bis zu den Rampen, von denen anfänglich auch nur eine vorgesehen war. Nicht zuletzt gab die fundierte Bedarfsprognose der Unternehmensführung eine gewisse Sicherheit, nicht zu groß und nicht zu klein zu bauen.

„Unterm Strich hat sich an unserem Konzept nicht viel geändert”, zieht Ebner Bilanz über das Beratungsprojekt, doch habe x|vise mit gezielten, vergleichsweise geringen Anpassungen ein flexibles und zukunftsfähiges Modell entworfen. Jetzt geht’s an die Umsetzung.

Zurück zu den x|periences vom 23.02.2011

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