Der Beschlägehersteller SIRO dachte ernsthaft über den Neubau eines Lagers nach - bis die Logistikberater von x|vise aufzeigten, dass sich die zunehmenden Platzprobleme vorübergehend auch ohne große Investition lösen lassen. Hand angelegt wurde ausschließlich an der bestehenden Infrastruktur. Und gebaut wird dann, wenn's wirklich nötig ist.
Die SIRO Beschläge- und Metallwarenfabrik GmbH zählt zu den führenden Herstellern dekorativer Möbelbeschläge für den Wohnbereich. Die Produkte des Familienuntenehmens werden in mehr als 70 Ländern im Baumarktbereich, im Fachhandel und auch in der Möbelindustrie vertrieben. In Österreich beschäftigt SIRO rund 140 Mitarbeiter, der Firmensitz befindet sich im oberösterreichischen Ternberg.
Ressourcen ausreizen
Im Jahr 2005 plante SIRO, ein neues Logistiklager zu errichten - denn angesichts guter Geschäftsentwicklung wurde es eng. Vorab wollte SIRO aber noch zwei zentrale Fragen geklärt wissen: Ist ein Neubau wirklich unumgänglich oder bieten sich vielleicht intern Möglichkeiten, zusätzlichen Platz zu schaffen? Und wann würden die bestehenden Kapazitäten definitiv nicht mehr ausreichen? Eine Außensicht war SIRO diesbezüglich sehr wichtig. So beauftragte er die Logistikberater von x|vise damit zu ermitteln, inwieweit sich die vorhandenen Ressourcen ausreizen lassen.
Optimierung im Fokus
Am Projektbeginn stand die Analyse der Daten aus dem Warenwirtschaftssystem. "Diese gaben Aufschluss über Bestände, Auftragsvolumen und die aktuell benötigten Lagerplätze", erläutert x|vise-Projektleiter Alexander Kieslinger. Auf Basis der von SIRO verfolgten Vertriebsziele wurde dann hochgerechnet, wie sich der Platzbedarf in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Prognose der Logistiker: 2008 würden die Lagerkapazitäten des Beschlägeherstellers endgültig an ihre Grenzen stoßen.
Zugleich erfolgte eine Prozessanalyse der Lagerstandorte von SIRO: zwei Hauptläger und zwei Außenläger, die über einen Shuttle-Verkehr miteinander verbunden sind. "Die jeweiligen Gebäude mit der eingesetzten Lagertechnik wurden dabei ebenso beleuchtet wie die internen Abläufe", so Kieslinger. "Anhand unserer Ergebnisse konnten wir schließlich aufzeigen, in welchen Bereichen konkretes Optimierungspotenzial besteht, und haben entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet."
Exakte Prognose - praxistaugliche Maßahmen
Der Kunde griff verschiedene dieser Maßnahmen auf und baute beispielsweise das Fachbodenlager massiv um. "Indem die Lagerplätze den Produkten von SIRO angepasst und folglich deutlich verkleinert wurden, ließ sich der Füllgrad dieses Lagers um rund 40% erhöhen", erläutert Alexander Kieslinger. Auch die Einführung einer chaotischen Lagerverwaltung habe zu einer verbesserten Raum- und Flächennutzung sowie schnelleren Abläufen geführt. "Außerdem konnten innterhalb der bestehenden Gebäude rund 100 neue Palettenplätze geschaffen werden, das entspricht einem Plus von sechs Prozent."
Der Auftraggeber zeigt sich bis heute zufrieden mit dem Projektergebnis: "Die von x|vise vorgeschlagenen Optimierungsmaßnahmen ließen sich problemlos umsetzen und haben schnell das gewünschte Ergebnis gebracht." Darüber hinaus sei auch die Prognose in Bezug auf die Lagerkapazitäten eingetroffen. Hätte die Wirtschaftskrise das anhaltende Wachstum nicht eingebremst, wäre es Ende 2008 tatsächlich Zeit für einen Neubau geworden. Doch allein durch Verbesserungen der vorhandenen Infrastruktur hat sich diese Investition nun schon einige Jahre zurückstellen lassen.
zurück zu den x|periences vom 13.05.2009