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Richtungsweiser für die Logistik

Bei Vonwiller stehen die Zeichen auf Ausbau. Die x|vise-Berater haben nun eine fundierte Entscheidungsgrundlage erstellt, auf deren Basis die Mühlengruppe ihre Logistik gezielt verstärken kann.

Die Vonwiller Österreichische Qualitätsmühlen sind Österreichs größte Mühlengruppe. 140 Mitarbeiter arbeiten am Firmensitz Schwechat sowie an den Standorten Rannersdorf, Graz und Salzburg. Jährlich werden an die 190.000 Tonnen Getreide zu konventionellen und Bio-Mehlen für Bäcker, Industrie und Lebensmittel-Einzelhandel vermahlt. Vertrieben werden die Haushaltsmehle von Vonwiller unter anderem unter den Marken Fini’s Feinstes und Farina.

Das Logistikprojekt mit x|vise gliederte sich in zwei Teile: Einerseits ging es um die Planung eines neuen Hochregallagers in Schwechat, andererseits um eine vorgelagerte Entscheidung betreffend der Paketierung. „In Schwechat können derzeit nur bestimmte Einheiten abgepackt werden”, erklärt x|vise-Consultant Gregor Gluttig. Daher wird Ware zur Paketierung teilweise per Silo-Lkw zum Standort Graz verbracht, wo es die entsprechende Anlage gibt. „Unsere Aufgabe war es, unter Berücksichtigung der internen und externen Transport- und Handlingkosten, die ideale Zuordnung der Produkte zu den Standorten zu finden und auf Basis dessen eine Entscheidungsgrundlage für die Investition in eine neue Paketieranlage in Schwechat zu erarbeiten.” Diese Zuordnung hatte weiterführend eine bedeutende Auswirkung auf die Planungsvorgaben für den Neubau des Hochregallagers und musste somit bei der Dimensionierung berücksichtigt werden.

Best Practice im eigenen Haus
Was die Lagerung betrifft, verfügt Vonwiller in Schwechat derzeit über zwei Blocklager: Eines für Paketware, das zweite für Sackware. „Beide sind sowohl örtlich voneinander als auch von der Produktion getrennt”, sagt Gluttig. Während ins Paketlager ein Förderband aus der Produktion führt, muss die Sackware über den Hof in das Lager verbracht werden. Optimal ist diese Situation nicht. Zum einen aufgrund des Zeitfaktors, aber vor allem aber auch wegen des Witterungsrisikos. Ein Ziel sei deshalb gewesen, die beiden Lager im Zuge der Planung des neuen Lagers zusammenzulegen und direkt an die Produktion anzubinden.

Dabei sahen sich die Logistikberater mit verschiedenen Fragestellung konfrontiert: Wie groß soll das Hochregallager sein? Wie lässt es sich optimal in den Standort integrieren? Welche Varianten in Bezug auf Regal- und Lagertechnik kommen in Frage? Vorab wurde eine IST-Analyse durchgeführt, um Optimierungspotenzial in Lager- und Transportlogistik aufzeigen zu können. „Im Zuge dessen führten wir auch ein Benchmarking der logistischen Abläufe in den verschiedenen Standorten durch”, berichtet der Consultant. Das Ergebnis: „Best Practice” innerhalb des Unternehmens.
In der Folge arbeitete x|vise drei Varianten aus, jeweils inklusive Grobkostenschätzung und Auflistung der dafür notwendigen Anpassungen in Bezug auf Prozesse und IT. Diese Varianten wurden auch nach qualitativen Kriterien bewertet. Den drei Szenarien wurden dann auch die Möglichkeiten Miete, Outsourcing sowie Beibehaltung des Status quo gegenüber gestellt.

Handlungsempfehlung
Als Herausforderung bei der Planung erwiesen sich die begrenzten Platzverhältnisse. Vonwiller befindet sich mitten im Stadtgebiet Schwechat, verfügt nur über eine Zufahrt und hat an diesem Standort unterschiedliche Lkw-Verkehrsflüsse abzuwickeln: Silo-Lkw, die an Silo-Ladestationen befüllt werden, aber keinen Kontakt zum Lager haben, Rohstoff-Lkw von Getreidezulieferern und Stückgut-LKW, die Rampen und Platz zum Andocken benötigen. Deshalb war laut Gregor Gluttig neben der Schaffung eines optimalen Platzverbrauchs auch vordergründig zu klären, wie diese Verkehrsströme durch die Anlage geleitet werden und weiterführend die Position des neuen Hochregallagers darin bestmöglich integriert werden kann. Am Ende präsentierte x|vise dem Kunden eine gesamthafte Bewertung, die Kosten und Nutzen des Neubaus auf den Punkt brachte, und schließlich eine klare Handlungsempfehlung für ein Grobszenario mit Maßnahmenkatalog. „Das Projekt ist damit abgeschlossen”, so Gluttig. „Mittlerweile sind wir gemeinsam mit dem Kunden bereits in der Feinplanung, um für die endgültige Entscheidung eine detaillierte Dimensionierung, Kostenaufstellung und ROI-Rechnung vorlegen zu können.”

Vorgehensweise und Lösungsansätze zum Thema Transportoptimierung und Bestandsoptimierung finden Sie auch im x|vise Service Bereich.

Zurück zu den x|periences vom 18.05.2011

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