Wachstum erfordert nicht nur mehr Platz, sondern ebenso optimale logistische Rahmenbedingungen. Dafür sollten Prozesse, Lagertechnik und Betriebsmittel frühzeitig festgelegt und in der Planung unbedingt berücksichtigt werden.
Die Schmid Schrauben Hainfeld GmbH gehört zu den führenden Schraubenproduzenten Österreichs. Vom Produktions- und Lagerstandort Hainfeld aus versorgt das Unternehmen den europäischen Markt mit Eigenprodukten und Handelswaren. In den vergangenen Jahren konzentrierten sich die internen Kräfte des Betriebs erfolgreich auf Produktentwicklung, Fertigung und Vertrieb. Mittlerweile erfordert der Versand des umfangreichen Produktportfolios mit mehr als 100 unterschiedlichen Verpackungsvarianten jedoch ein ausgefeiltes Logistikkonzept. Zudem sind die Produktions- und Lagerlogistikflächen auf dem Gelände von Schmid Schrauben den steigenden Anforderungen nicht länger gewachsen. Das Unternehmen beschloss zu expandieren und beauftragte einen externen Bauplaner mit der Erarbeitung eines Gesamtverbauungsplans. Berücksichtigt wurden darin auch die verschiedenen Ausbaustufen der Bereiche Lagerlogistik, Produktion und Büro. Dieser Plan stand bereits kurz vor der Einreichung. Es galt jedoch noch, den Materialfluss in der Anlage, die zugrunde gelegte Lagertechnik und den Platzbedarf zu ermitteln. Für diese Aufgabe holte sich Schmid Schrauben im Mai dieses Jahres x|vise ins Boot.
Kooperation mit Bauplaner
Im ersten Schritt analysierten die Logistikberater in ständiger Interaktion mit dem Betrieb die aktuellen Logistikprozesse bei Schmid Schrauben. Daraus konnte einerseits der Flächenbedarf für den Logistikneubau abgeleitet und mit dem bestehenden Bauplan abgeglichen werden, andererseits bildete diese Ist-Analyse auch die Grundlage für die Konzeption der baulichen Maßnahmen der Bereiche Verpackung und Lagerlogistik.
In Folge wurden mögliche Varianten des Lagerlayouts der Anlage inklusive Lagertechnik, Betriebsmittel sowie der Flächennutzung erstellt. "Die aufgezeigten Varianten wurden dann gemeinsam diskutiert und bewertet", erklärt Martin Steiner, Projektleiter bei x|vise. "Die Vorzugsvariante haben wir anschließend im Detail ausgearbeitet und dabei den optimalen Materialfluss skizziert." Schmid Schrauben habe schließlich umfassende Projektunterlagen erhalten: von der Warenflussanalyse über den Regalplan bis zum Belegungsplan. Im Rahmen der Umsetzung kann sich der Kunde darüber hinaus an einem Maßnahmenkatalog orientieren.
Architekten planen nicht nur unter gestalterischen, sondern zugleich unter wirtschaftlichen und funktionalen Aspekten - sie sind in der Regel jedoch keine Logistiker. So kann ein Gebäude zwar bautechnisch perfekt, aber aus logistischer Sicht dennoch nicht ideal sein. Martin Steiner empfiehlt expandierenden Unternehmen daher in jedem Fall, noch vor Beginn der Planungsphase die logistischen Rahmenbedingungen festzulegen und Logistiker mit Bauplanern zusammenzuspannen. "Nur so lässt sich eine effiziente Logistikstruktur aufbauen, die auch zukünftigen Anforderungen gewachsen ist."
zurück zu den x|periences vom 30.07.2008