Am Steuer

Effizientere Distribution mit bewährten Partnern

Verändertes Bestellverhalten und steigende Kundenanforderungen ließen die Offsetdruckerei Schwarzach über ihre Verteillogistik nachdenken. Mit gezielten Maßnahmen und Neuverhandlungen mit den Logistikpartnern gelang es xvise, die Transporte zu optimieren.

Die Offsetdruckerei Schwarzach entwickelt, produziert und veredelt Feinkartonagen und Etiketten. Zum Kundenkreis gehören internationale Hersteller, Zulieferer und Handelskonzerne insbesondere aus der Lebensmittel-, Süßwaren- und Kosmetikbranche. Mit rund 335 Mitarbeiter werden jährlich an die 25.000 Tonnen Karton und Papier bearbeitet. Hauptmärkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz, der Exportanteil liegt bei 70 Prozent.

Kosten-Tuning
„Die Distribution stand unter Druck“, fasst x|vise-Consultant Roland Redlinger die Ausgangssituation kurz zusammen, „denn die Kunden bestellen immer kurzfristiger tendenziell kleinere Mengen und erwarten prompte Lieferung noch am selben oder zumindest am nächsten Tag.“ Vor diesem Hintergrund hatte sich das Unternehmen dazu entschieden, mit Unterstützung von x|vise die Verteillogistik zu optimieren und Kosten zu reduzieren – ohne dabei das Risiko einzugehen, durch Einsparungsmaßnahmen die Qualität des Lieferservices zu verschlechtern. Dabei wollte die Offsetdruckerei Schwarzach auch in Zukunft mit den bestehenden Logistikdienstleistern weiterarbeiten. „Unsere Aufgabe war es“, so Redlinger, „unserem Kunden mit einer fundierten Informationsgrundlage das Rüstzeug für die anschließenden Verhandlungen mit seinen Logistikpartnern bereitzustellen.“

Frächter im Fokus
Als Basis für die Verhandlungsgespräche holten die Logistikberater zum einen unternehmensintern in Gesprächen Auskünfte zum Procedere ein und führten zum anderen eine Datenanalyse durch. Dabei standen neben Sendungs-, Bewegungs- und Finanzdaten außerdem Dienstleisterverträge sowie die Logistikstrategie, definierte Servicelevels und Prozesse im Mittelpunkt. „Wir haben uns einen Überblick darüber verschafft, wie sich die beförderten Mengen im Verhältnis zu den Kosten entwickelt haben, und in der Folge Kostentreiber ermittelt“, berichtet Roland Redlinger. Unter anderem nahmen die Consultants auch die Frächter Struktur unter die Lupe. Sie zeigten auf, wo beispielsweise bereits sehr gute Vereinbarungen bestehen und in welchen Bereichen gewisse Frächter mit ihren Möglichkeiten und ihrem Service hervorstechen oder wo noch Optimierungspotenzial besteht. Die gebündelten Informationen und Daten wurden ausgewertet und schließlich in konkrete Handlungsempfehlungen gegossen.

Steuerungsinstrument Servicelevels
Eine wesentliche Erkenntnis aus dem Projekt war die Bedeutung verbindlich festgelegter Servicelevel-Vorgaben. „Um die Kostenentwicklung kurz-, mittel-, und langfristig steuern zu können, braucht es standardisierte Servicelevel-Agreements“, weiß der Logistikberater. Diese würden für Transparenz bei den erbrachten Services sorgen sowie die Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag ermöglichen. „Und nicht zuletzt können dadurch qualitätsorientierte Premium-Services bewusst eingesetzt werden.“ 

Die Verhandlungen mit ihren Logistikdienstleistern, die die Offsetdruckerei Schwarzach dann in Eigenregie durchführte, waren jedenfalls erfolgreich: Das erhoffte Ergebnis, eine spürbare Kostenoptimierung, wurde erreicht.